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Die Beschwerden
äußern sich als Harndrang und häufiges
Wasserlassen, besonders nachts. Der Harnstrahl
setzt verspätet ein, ist schwach, stoppt,
setzt wieder ein und geht schließlich
ins Träufeln über. Diese Symptome
führen zu einer starken Beeinträchtigung
der Lebensqualität.
Sehr unangenehm
ist der Zustand der plötzlichen Harnverhaltung:
Oftmals ausgelöst durch Alkoholgenuss,
ist es dem Betroffenen unmöglich, Wasser
zu lassen, obwohl er einen heftigen Drang dazu
spürt. Nur mit einem dünnen Schlauch,
einem Katheter, kann der Arzt den Patienten
vom Urin und den starken Schmerzen befreien.
Bei Harnverhalten
preßt die Harnblase den Urin zurück
in die oberen Harnwege und in die Nieren, da
der untere Abflussweg verschlossen ist und in
der Harnblase ein sehr hoher Druck ensteht.
Dies nennt man Harnstauung der oberen Harnwege.
Durch diesen Rückstau des Harns kann eine
Schädigung des Nierengewebes verursacht
werden, was zum Nierenversagen und zur Harnvergiftung
führen kann. Bei den meisten Männern
kommt es jedoch nicht zu diesem dramatischen
Verlauf.
Eine weitere
Gefahr besteht durch Harnwegsinfektionen. Bleibt
nämlich ständig Urin in dere Blase
zurück, können sich dort Bakterien
ansiedeln. Wenn sich die Blase entzündet,
können die Erreger durch die beiden Harnleiter
in die Nieren aufsteigen und auch dort Entzündungen
verursachen, die die Nierenfunktion beeinträchtigen
können.
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